Cernunnos-Symbol Peter Geyer Selbsterfahrung in der Natur
Visionssuche · Naturerfahrungen · Seminare

Selbsterfahrung in der Natur

mit Peter Geyer

Adlerfeder im Gras der Berge

Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn.

Ich kreise um Gott, um den uralten Turm,
und ich kreise jahrtausendelang;
und ich weiß noch nicht – bin ich ein Falke, ein Sturm
oder ein großer Gesang.

Rainer Maria Rilke
Intro

Alles ist beseelt, alles ist Zeichen

In frühen Kulturen wird das Universum als eine Erscheinung empfunden, mit der man versucht in Einklang zu leben, mit der man kommuniziert, um diesen Gleichklang herzustellen. Alles ist beseelt, alles ist Zeichen, Hinweis und Aufforderung.

Diese Kommunikation haben wir vergessen bzw. vernachlässigt und versuchen wir, in unserer Arbeit nun wieder aufzunehmen. Als Bereicherung, Unterstützung und Bestärkung unseres Menschseins.

Blick in den Wald

„Wenn wir wieder in die Wälder gehen, werden wir zittern vor Kälte und Furcht.
Doch wir werden Dinge erleben, sodass wir uns selbst nicht mehr kennen;
kühles, wahres Leben wird sich auf uns stürzen, und Leidenschaft wird unseren Körper mit Kraft erfüllen.
Mit neuer Kraft werden wir aufstampfen, und alles Alte wird abfallen.
Wir werden lachen, und Gesetze werden sich kräuseln wie verbranntes Papier.“

D. H. Lawrence
Soloplatz in der Natur

„Wenn ich kein Dach hätte, machte ich mir Kühnheit zum Dach.“

R. Pinsky
Naturerfahrungen

Schwellengänge — die Natur als Spiegel

Die Naturerfahrungen (Schwellengänge) ermöglichen uns einen sehr persönlich individuellen Zugang zur Natur, die uns Menschen Näheres über uns selbst sagen sollen. Wir entdecken die Natur als Kraftressource und als Spiegel wieder.

Wir sehnen uns danach, die Geheimnisse und Mysterien unseres persönlichen Lebens zu entdecken, unsere eigene Art der Zugehörigkeit zu dieser Welt. Wer sind wir? Wir suchen Antworten auf unser spirituelles Sehnen – die Erfahrung der Einheit mit dem Universum, mit der gesamten Schöpfung.

Genius loci — der Geist des Ortes

In früheren Zeiten hatte jeder Baum, jede Quelle, jeder Fluss, jeder Berg, jede Landschaft einen eigenen Schutzgeist, den genius loci. Diese Geister waren für Menschen zum Teil wahrnehmbar, ihnen aber nicht ähnlich – Kentauren, Faune und Seejungfrauen sind Beispiele dafür.

Bevor man einen Baum fällte, ein Bergwerk anlegte oder einen Bach staute, besänftigte man den Schutzgeist des Ortes und man trug Sorge, dass er besänftigt blieb.

Weite Landschaft

„Es gibt Zeiten in deinem Leben, da ist es nötig alles hinter dir zu lassen. Zeit, hinauszugehen und mit Gott alleine zu sein, mit der Natur, mit ihren Wesen. Und an diesem einsamen Platz ist der Held oder die Heldin, der Suchende oder Pilger alleine mit den Wesen der Natur. Und an diesem einsamen Ort geht der Mensch auf Innenschau, erhält wie ein Geschenk Antworten, Klarheit, eine Vision, die er mit zurücknimmt zu seiner Gemeinschaft, auf dass sie weiter bestehen kann und blüht und damit das Leben weitergeht.“

Steven Foster
Die Visionssuche

Vier Tage und Nächte allein und fastend in der Natur

Die Visionssuche, auch Visionquest, ist ein, bei vielen Völkern der Erde in wandelbarer Gestalt vorzufindendes, Übergangsritual.

Sonnenaufgang über den Bergen

Von jungen Erwachsenen wird es als Übergangsritual vollzogen, das den Abschied von der Kindheit und den Eintritt ins Erwachsenenalter markiert.

Von Erwachsenen werden Visionssuchen unternommen, um einen Lebensabschnitt zu beenden oder einen neuen zu beginnen, um die Lösung für persönliche Fragen oder Probleme zu finden oder um die Welt und ihr Leben mit neuen Augen, unter anderen Perspektiven sehen zu lernen.

Eine Zeit, um in die Stille zu lauschen – im Innen und Außen, und um sich mit dem eigenen Wesenskern zu verbinden. In Kontakt mit der Erde, den Bäumen, den Vögeln, den Sternen.

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I.

Vorbereitungszeit

3–4 Tage

Die Absicht wird geklärt – was ist das Alte, von dem ich mich löse, worin liegt das Neue, auf das ich mich zubewege? Wer bin ich? Wofür gehe ich 4 Tage und 4 Nächte allein und fastend in die Wildnis? Außerdem wird ins Fasten eingewiesen, ins Sicherheitssystem eingeführt und der persönliche Kraftplatz in der Wildnis gefunden.

II.

Die Auszeit

4 Tage & Nächte

Die Leiter sorgen im Basislager für Sicherheit und reale und gedankliche Unterstützung. Vier Tage und Nächte allein und fastend in der Natur, in Kontakt mit der Erde, den Bäumen, den Vögeln, den Sternen. Eine Zeit, um in die Stille zu lauschen im Innen und Außen und um sich mit dem eigenen Wesenskern zu verbinden.

III.

Nachbereitungszeit

3–4 Tage

Was sich im Spiegel der Natur gezeigt hat, wird als Weisheit der Seele und als Potential im Kreis erzählt und gewürdigt. Diese Zeit dient der Integration des Erlebten und Erfahrenen und dem Weg des Hineintragens in den Alltag und in die Gemeinschaft.

Seminare

Naturaufgaben, Rituale & Medizinrad

Individuelle Naturaufgaben, Rituale, Wahrnehmungsübungen und die Arbeit mit dem Medizinrad sind die hauptsächlichen Inhalte der Seminare. Es wird nicht therapeutisch gearbeitet, sondern ich verstehe mich als unterstützender Begleiter auf dem Weg, in dem Wissen, dass sich die Natur als die umfassende Lehrmeisterin anbietet.

“let the nature process you”

Meredith Little
Ritualplatz – die Mitte

Rituale

Rituale und spezifische Übungen in der Natur verbinden uns mit unserer Seele und unserem Selbst. Sei es mit Hilfe monotoner Rhythmen der Rassel oder Trommel, mit Tanz, Musik, Singen und mit Symbolen.

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Rituale bewirken eine stärkere Anbindung an unsere Seele und das Unbewusste. Es können dadurch Anteile unseres Selbst an die Oberfläche steigen, die sonst nur in unseren Träumen zum Vorschein kommen oder unbewusst bleiben. Unser Leben wird voller und heiler in Bezug zu uns selbst, zu unserer Libido, Erotik, Kreativität, zu unserem Partner, zu unseren Mitmenschen.

Die Rituale finden teilweise alleine, teilweise im Rahmen der Gruppe statt – beides können intensive Erfahrungen der Bestärkung, Heilung und Transformation sein. Im Wort Spiritualität ist das Wort Ritual enthalten – bewusste Rituale beeinflussen also die innere Haltung und festigen die Identität.

„Der Zweck des Rituals besteht darin, den alten Geist in uns aufzuwecken, ihn in Gang zu setzen: die Alten in uns, das kollektive Unbewusste, die vielen Leben, die verschiedenen ewigen Anteile, die Sinne und die Teile des Hirns, die ignoriert worden sind. Diese Teile sprechen kein Deutsch. Sie kümmern sich nicht um das Fernsehen. Doch sie verstehen Kerzenlicht und Farben. Sie verstehen Natur.“ (Zsuzsanna Budapest)

Das Medizinrad

Medizinrad

Medizinräder der ganzen Welt sind innere und äußere Landkarten des Lebens und des Menschen. Sie lehren ein ganzheitlich-spirituelles Verständnis der Natur und Erde.

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Rituale sind eingebettet in ein Orientierungssystem, das Medizinrad genannt wird. Das Vier-Schilde-System (Medizinrad) von Steven Foster und Meredith Little wird in der Arbeit immer wieder als unterstützendes und klärendes Medium eingesetzt. Es zeigt uns immer wieder, welche Qualitäten zu ausgeprägt sind, welche zu kurz gekommen sind und wie ein heilender Ausgleich geschaffen werden kann oder heilende Qualitäten ins Leben gebracht werden können.

Die vier Richtungen werden erweitert durch das Oben und Unten, den Himmel und die Erde. Die Erde verkörpert den Urgrund – elementar, ursprünglich, tief verwurzelt, tragend, stützend. Der Himmel verkörpert das Geistige – emporstrebend, Leichtigkeit, die Sterne berührend.

Von Natur aus wachsen wir mit dem Wechsel der Jahreszeiten – die ersten unschuldigen Schritte (Süden), das schwierige Durchschreiten der Pubertät (Herbst), das Erwachsenwerden und in die Verantwortung gehen (Norden) und die Auseinandersetzung mit dem Tod und was danach kommt (Osten) – und dann fangen wir wieder mit den ersten unschuldigen Schritten im Süden an. Aber: unsere endlose Bewegung im Kreis ist eine Spiralbewegung, ein sich immer höher Drehen, das gleichzeitig mit einer tieferen Verwurzelung einhergeht.

Bei den Seminaren der Reise durchs Medizinrad beleuchten wir die einzelnen Aspekte jeder Richtung – wo fühlen wir uns mittig, welche Qualitäten sind zu ausgeprägt, welche sind zu kurz gekommen und wie kann ein heilender Ausgleich geschaffen werden? Diese Arbeit mit dem Medizinrad und im Medizinrad berührt uns tiefgründig, bringt uns Erkenntnis und Veränderung hin zu einem freieren Handeln und Leben.

Bär im Wald

Der Große Bär

Wir bewegen uns in einem Gebiet in Slowenien, in dem ein Lebewesen lebt, das uns Menschen in vielen Belangen überlegen ist – der Bär – ein mächtiges Tier.

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Es macht etwas mit uns, wenn wir wissen, dass da draußen im Wald etwas ist, das sich unserer Kontrolle entzieht und stärker ist, als wir Menschen es sind. Wir müssen uns fügen. Die „gut genährte“ Illusion, dass wir die Natur beherrschen können, ist für einige Tage außer Kraft gesetzt.

Unser Vertrauen und unser Mut werden auf die Probe gestellt. Der Bär, ob sichtbar oder im Verborgenen, verlangt von uns Wachsamkeit, Demut, Hingabe und Zusammenhalt. Er hilft uns, unsere Wurzeln, unser Eins-Sein mit der Natur wieder deutlicher zu spüren und nährt unser „mutiges Herz“.

Im Zentrum der 4 Tage stehen das Erforschen der eigenen Person im „Einflussbereich“ der Bärenkraft, die Vertiefung des Verbunden-Seins mit der Natur und das Geborgenheit spendende Erleben menschlicher Gemeinschaft. Mittels verschiedener Naturübungen und Ritualen werden wir versuchen, uns dem Bären draußen und dem Bären/der Bärin in uns anzunähern, um dabei unsere natürlichen Instinkte, unsere uns innewohnende Kraft und unsere Kreativität wieder mehr ans Licht zu bringen, auf dass unser Leben unberechenbarer, mutiger und lebendiger werde.

Leitung: Peter Geyer und Klaus Gmoser
Ort: Nähe Knezak (Slowenien), ca. eine ¾ Stunde von Laibach
Aktuelle Termine und Kosten siehe Terminübersicht. Sollte der Betrag Deine finanziellen Möglichkeiten übersteigen, nimm Kontakt mit uns auf.

„Großer Bär, komm herab zottige Nacht, Wolkenpelztier mit den alten Augen, Sternenaugen …“ (aus „Anrufung des großen Bären“ von I. Bachmann)

Steinspirale
Terminübersicht

Aktuelle Termine

Liebe Menschen, da ich meine Arbeit als Lehrer nun für ein Jahr ruhen lasse, werde ich mich nun selber aufmachen, um die Welt und ihre Menschen zu erkunden, mich mehr den Unwägbarkeiten auszusetzen und zu lauschen, was der Wind mir will …

Anmeldung und Fragen: petergeyer@hotmail.com

Peter Geyer
Über mich

Peter Geyer

Geboren 1965, Vater eines Sohnes. Lehrer, Visionssucheleiter in der Tradition der School of Lost Borders (Kalifornien), ausgebildet bei Shambhala Wilderness Österreich. Lebt in Graz.

„sich auf der Spur sein“

Partner*innen, mit denen ich zusammenarbeite

Klaus Gmoser

Klaus Gmoser

Geboren 1959, Kunsterzieher und Bildender Künstler. Ausbildung zum Facilitator bei Patricia Angove. Begleiter von Naturritualen und Visionssuchen in der Tradition der „School of Lost Borders“, Wilderness Österreich. Lebt in Graz.

www.klausgmoser.at

Der Grüne Mann

Der Grüne Mann

Der Geliebte der Erdgöttin – aus manchen seiner Münder dringt unaufhörlich Leben nach außen. Seine „Worte“ sind Blüten, Blätter und Stängel, oder es ist ein stiller auffordernder Blick, der uns nach innen verweist. Der Grüne Mann stellt den Archetyp unseres Einsseins mit der Natur dar. Er steht für die Wiederbelebung alter heilsamer Erinnerungen und er zeigt uns, wenn wir uns ihm anvertrauen, neue frische Wahrheiten und Gefühle, die notwendig sind, um die Möglichkeiten der Zukunft zu erfüllen.

Zum Weiterlesen

Literatur & Links

Literatur

  • Soulcraft — Bill Plotkin
  • Visionssuche — Steven Foster und Meredith Little
  • Essentielle Verwirklichung — A. H. Almaas
  • Der große Trip — Cheryl Strayed

Links

Eichelhäherfeder
Kontakt & Anmeldung

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